Herbst in der ayurvedischen Küche

Geschrieben von Brigitte am 22. September 2009
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Abgelegt unter: Ernährung & Rezepte

kochloffel2In der Übergangszeit des Spät-Sommers und Früh-Herbstes hat sich das Wärme- und Stoffwechselprinzip Pitta angesammelt. Jede Übergangszeit ist eine Umstellungsphase für den Organismus und erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Gerade in den Übergangszeiten ist es daher besonders wichtig, auf die Ernährung zu achten und den Organismus leicht zu entschlacken. Auch Entschlackungskuren sind in dieser Zeit besonders sinnvoll – siehe Panchakarma. Neben leichten, entschlackenden Diät-Maßnahmen (frisches, reifes, einheimisches Obst, Suppentage, Dinner Cancelling, Kräuter- und Gewürztees z.B. Pitta Tee), sollte speziell beim Übergang von der warmen zur kühleren Jahreszeit darauf geachtet werden, das Pitta Prinzip nicht zusätzlich anzuregen (Reduktion von sauren, salzigen und scharfen Nahrungsmitteln, wie z.B. Käse und andere saure Milchprodukte, Alkohol, Kaffee, scharfe Gewürze, so wie Fleisch und Wurst).

Sonnhof Herbstrezepte zum Entschlacken und Abnehmen


Broccoli mit Kokospaste:

1 – 2 Dolden Broccoli je nach Größe putzen und in Stücke brechen, Ghee erhitzen, Madras Gewürzmischung gemörst: Kurkuma, Kreuzkümmel, Zwiebelsamen, Curryblätter, Koriandersamen, frisch gehackter Ingwer, etwas schwarzer Kreuzkümmel und 1 Stück Pippali anrösten. Broccoli gut mit dem Fottny verkleiden bis der Topfboden trocken ist, halb bedeckt mit Wasser auffüllen und köcheln lassen. 100 – 150 g zerkleinerte Kokospaste zugeben, kurz aufkochen lassen und dabei leicht und vorsichtig durchmengen. Mit etwas Zitronensaft und Rohrzucker abschmecken.

Süsser Griessbrei

1 TL Ghee, 60 g Maisgrieß, ¼ l Milch, 2 Messerspitzen Kardamompulver, 1 TL Rohrzucker, 4 getrocknete Feigen, 1 EL Mandelblätter

Ghee in einem kleinen Topf erhitzen, Grieß einstreuen und vorsichtig unter Rühren rösten.
Wenn der Grieß braun ist, Milch angießen, gut unterrühren. Abgedeckt auf kleinster Flamme zehn Minuten quellen lassen. Mit Mandelblättchen bestreuen.

Weizen und Mais schmecken süß, das heißt, sie nähren und erwärmen den Körper. Getreidebreie eignen sich für ein spätes Frühstück. Frühmorgens würden sie nur belasten.

Kitchery „Gheeli“

Zutaten für 4 Personen:

250 g frischer Spinat, 2 Tassen Reis, 1 ½ Tassen Linsen, 8 Tassen Wasser, 3 geschälte, ohne Kerne geschnittene Tomaten, 1-2 EL Schmand, 1 EL Petersilie, Majoran oder Korianderkraut 1-2 EL Ghee (Butterschmalz)
Gewürze:
1 TL fr. Ingwer sehr klein geschnitten, 1 Chilli ohne Kerne kleingeschnitten, 1 Lorbeerblatt, je 1/2 TL braune Senfkörner, schwarzer Kreuzkümmel, Kurkuma, Fenchel, langer Pfeffer, je ¼ TL Muskatnuss und Asafötida
Salz, Brauner Zucker, Leinsamen und ein paar Rosinen.

Zubereitung:
Linsen und Reis waschen und gut abtropfen lassen.
In einem großen, schweren Topf das Ghee erhitzen und die Gewürze ca. 20-30 Sec. rösten
Linsen und Reis zugeben und bei kleiner Hitze ständig rühren bis sich die Gewürze damit verbunden haben. Nun das heiße Wasser oder Ingwerwasser zugießen, gut verrühren und bei minimaler Hitze ca. 15 Min. köcheln lassen.

Salz, Asafötida, Muskatnuss, etwas brauner Zucker, 1 EL Leinsamen und 1 EL Rosinen zugeben, untermengen, Deckel schließen und bei niedriger Hitze weiterköcheln. Ab und an umrühren und kontrollieren, ob Wasser nachgeschüttet werden muss. Das Kitchery darf nicht ansetzen und soll gut flüssig sein. Ca. 30 Min. köcheln. Den gewaschenen, feingehackten Spinat in einer dafür passenden Pfanne in Ghee bei mittlerer Temperatur dünsten und die klein geschnittenen Tomaten und 1 TL br. Zucker dazugeben. Den Spinat dann behutsam unter das Kitchery ziehen. Alles zusammen noch 5 Min. kochen lassen und dann vor dem Servieren mit etwas Pfeffer, Salz, dem Schmand und den feingehackten Kräutern verfeinern.

Beilagen:
Zu Kitchery kann man Brote, indische Chapati Fladen oder auch gar nichts essen. Ein schöner Kräutertee ist empfehlenswert.

Sollten Sie noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht die Kommentarfunktion zu nutzen! Ich werde alles liebend gerne beantworten!!

Guten Appetit!!

2 Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu “Herbst in der ayurvedischen Küche”

  1. Ute Handwerk sagt:

    Lieber Herr Walia,
    In Ihren Rezepten kommt immer wieder “Asafötida” vor.
    Was ist das? Ein Gemüse, ein Gewürz?
    Woher bekommt man “Asafötida”?
    Zwischen den Jahren machte ich mit meinem Lebensgefährten zum ersten Mal Urlaub im Aurveda-Hotel der Familie Mauracher und wir durften auch Ihre wunderbare Küche kennenlernen. Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüßen!
    Ute Handwerk

  2. Brigitte sagt:

    Liebe Frau Handwerk,
    danke für Ihren Eintrag.
    Asafötida ist ein Gewürz aus Idien und wird auch Teufelsdreck genannt. Asafoetida unterstützt besonders die Verdauung. Viel Spass beim Kochen Brigitte

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